Heilpädagogisches, ganzheitliches Förderkonzept

- © panthermedia.net Markus Nicolini
Es wird manches Mal mit heilpädagogischen und ganzheitlichen Förderkonzepten geworben, mit der eine Rechenschwäche erfolgreich therapiert werden kann. Doch was versteht man darunter?
Unter „ganzheitlich“ versteht man, dass nicht nur die Symptome behandelt werden, sondern den Ursachen auf dem Grund gegangen wird. Dabei werden schulische Wissenslücken aufgeholt, das positive Selbstbild und die Lernfreude gefördert.
Das Konzept beinhaltet in der Regel daneben die Förderung der Psychomotorik, die sensorische Integration, Spiel und Gestaltberatung und die Montessoripädagogik. Auch die Alltagsgestaltung mit sinnvollen Alltagsaufgaben sollen sich bei einer Rechenschwäche-Therapie als nutzbringend erwiesen haben. Geht eine Rechenschwäche mit ADS oder ADHS einher, wird gleichzeitig ein Aufmerksamkeitstraining mit in das Förderkonzept eingebunden.
Bei einem heilpädagogischen, ganzheitlichem Förderkonzept wird oft davon ausgegangen, dass sich hinter einer Rechenschwäche Orientierungsschwierigkeiten und Alltagsschwierigkeiten verbergen, sowie sensorische Integrationsstörungen. Als Ursachen werden, pränatale, perinatale, postnatale Beeinträchtigungen, psychische Ursachen oder eine künstliche Lebensweise vermutet. Die heilpädagogische Diagnose wird anhand von Beobachtung der psychomotorischen Entwicklung, Zeitwahrnehmung, Raumorientierung, Alltagssituationen, Selbstgefühl, Selbstorganisation und Spielverhalten gestellt. Es werden auch verschiedenen Tests eingesetzt, die eine Diagnose erleichtern.
Zu den Fördermaßnahmen zählen spezielle Mathefördermaßnahmen, Spielpflege, Alltagsaufgaben und Aufmerksamkeitstraining. Die Montessori-Pädagogik nimmt darin einen großen Raum ein. Mittels dieser Methode, die den offenen Unterricht und Freiarbeit umfasst, sollen Kinder ohne Behinderung und Kritik, ganz natürlich aus eigener Motivation, lernen.
Welche Art der Therapie für das eigene Kind geeigneter ist, die herkömmliche oder die heilpädagogische, sollten Eltern zusammen mit Beratungsstellen und Lehrer, eventuell auch durch einen Austausch mit Eltern, die diese Fördermethode ausprobiert haben, herausfinden.
Es gibt zu jedem Förderkonzept Befürworter aber auch Kritiker. Deswegen kann hier kein Hinweis darauf gegeben werden, welche Methode für Ihr Kind die richtige ist.